„Change“ heißt „verändern“. Veränderung braucht Bewegung. Ohne Bewegung verändert sich gar nichts. Stillstand ist das Gegenteil von Change. Aber – im Stillstand fühlen sich alle wohl: die Mitarbeiter, die Veränderung als Bedrohung ihrer Komfortzone betrachten; die Führungskräfte, weil man das stabile tägliche Routinechaos „im Griff“ hat.
Niemand verändert sich gerne, weil jeder im alten System seine wohlbekannten Vorteile sieht. Die Macht der Gewohnheit ist härter als Beton.
Niemand verändert sich gerne, und wenn, dann nur ganz, ganz langsam, damit es niemandem wehtut. Menschen und Systeme hassen Veränderungen. Weil das Risiko des Scheiterns grundsätzlich höher eingeschätzt wird als die Chance des Erfolgs. Veränderung also nur, wenn mein eigener Erfolg dabei garantiert ist. Erfolg bedeutet in diesem Fall konkret „keine persönlichen Verluste bitte“.
Veränderung ohne Risiko ist leider Wunschdenken. Nur aus Neuem entsteht Neues. Kreative Zerstörung des Alten im besten Schumpeterschen Sinne ist angesagt. Erneuerung fordert Veränderung. Die Bereitschaft zur Veränderung kommt aus dem Inneren der Menschen.
Change-Management heißt „Menschen bewegen“, denn nur Menschen können etwas bewegen. Dabei gilt es das Alte, die Vergangenheit, zu würdigen. Denn das alte Tun hat ja bis jetzt funktioniert. Und das Neue ist noch nicht da.
Zur Veränderung gab es bis jetzt keine Not-wendigkeit. Nur wenn die Not klar erlebt und eingängig kommuniziert wird, entsteht innere Einsicht.
Erst wenn die Furcht vor dem persönlichen Verlust größer ist als die Angst vor Veränderung, entsteht die innere Bereitschaft zur äußeren Bewegung.
Bewegung ist alles.
Bewegung nach vorne ist wirkliches Change Management.