Das von der hsp AG 1990 entwickelte Wellenmodell basiert auf der Theorie der „Delfinstrategie“.
Diese Theorie kennt jeder Surfer:
„Du musst die Welle reiten, bevor sie bricht.“
In der Praxis ist diese Wellensteuerung, auch „Transformationskompetenz“ genannt, sehr anspruchsvoll, und hsp-seitig haben wir noch keine einzige Führungskraft kennen gelernt, die diese Steuerungskompetenz „einfach mal so“ beherrscht hätte.
Linearität ist eine Fiktion. Alle Entwicklungen auf unserem Planeten verlaufen wellenförmig. Dies gilt auch für Change-Prozesse. Die Komplexität der Veränderungskultur nimmt von Welle zu Welle zu, nach dem Prinzip „vom Einfachen zum Schwierigen“.

In Welle 1 erfolgt zuerst die Optimierung der Arbeitsplätze. 60 % aller Arbeitsplatzinhalte sind nicht wertschöpfend organisiert.
In Welle 2 folgt die Optimierung der Prozesse mit ihren bekannten 40-50 % Blind- und Fehlleistung.
Welle 3 mündet in die Schaffung prozessorientierter Teamstrukturen, um die klassischen 70 % Effizienzverlust in den Führungsetagen abzubauen.
Welle 1-3 stellen die Innenoptimierung des Unternehmens dar. Mit Abschluss von Welle 3 hat sich ein Unternehmen im besten Fall auf dem untersten Fixkostenniveau eingependelt. Was bleibt, sind 20 % Restoptimierungspotenzial, als ständige Herausforderung für die KVP-Kultur.
Welle 4 realisiert die Außenwelt, den Markt, den Vertrieb. Power-play am Point of Sale ist angesagt. Die systematische Gewinnung von Neukunden und die Pflege der Altkunden haben Priorität. Ausrichtung der gesamten Denkart auf den Kunden ist das Generalziel.
Welle 5 stellt die Stabilisierung des Change-Prozesses dar. Die in Welle 1-4 geschaffene Aufbruchstimmung, das Kostenbewusstsein, die Kundenorientierung stabilisieren sich als permanente Kreativleistung aller Beteiligten im Unternehmen. In Welle 5 wird permanente Innovation zur Normalität. Innovationen sind der Rohstoff der Zukunft. Ohne Innovationen wird Europa seine Weltmachtposition verlieren.